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Am Mann | Video Podcast | Deutsche Welle
   

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Am Mann: Jaroslav Drobny
Donnerstag, 06. November 2008, 01:00:00 
Und wenn der Torhüter spielt, freut sich Hertha BSC. 1 Meter 92 groß, 29 Jahre alt, geboren in Pocatky - einem kleinen Dorf in Tschechien. Mittlerweile gehört er zum Kader der tschechischen Nationalmannschaft.

DW-TV:
Gegen Leverkusen hast du super gehalten, tolle Paraden gezeigt. So, dass manche Leute dich mit Jesus verglichen haben. Wie wichtig ist deine Rolle in der Mannschaft?

Jaroslav Drobny:
Wenn du 1-0 zurückliegst und hältst einen 100-prozentigen, spürst du, dass die Mannschaft ihre Chance wittert, selbst ein Tor zu machen. Gegen Leverkusen haben wir das gesehen. Man muss den Kasten sauber halten. Was vorne passiert hat man nicht in der Hand. Aber man kann der Mannschaft viel helfen.

Lucien Favre, Hertha BSC Trainer:
"Er hat Ausstrahlung. Er hat Präsenz. Diese Saison hat er es hervorragend gemacht."

Aber wenn er mal nicht spielen kann, wird es schwer für Hertha.
Wie letztes Wochenende.
Erstes Bundesligaspiel für Ersatzkeeper Gäng – gleich fünf Gegentore.

Wie ist es, das von der Tribüne aus zu sehen?

Es ist nicht leicht, sich das anzuschauen. So ist Fußball – das kann passieren. Man muss aber sichergehen, dass sich das nicht wiederholt.

Lass uns über Berlin sprechen. Warum bist du nach Deutschland gekommen?

Wegen Herthas Ambitionen. Es ist ein großer Verein. Ich bin hierher gekommen und habe mit Herrn Hoeness gesprochen. Er hat mir erklärt, was er hier für die Zukunft plant. Und das hat mir gefallen.

Du hattest auch ein Angebot von Celtic Glasgow. Warum hast du dich trotzdem für Berlin entschieden? Hat es etwas mit der Bundesliga zu tun?

Ich habe mich für Berlin entschieden, weil jedes Bundesligaspiel hier schwierig ist. Von Schottland kann man das nicht sagen. Es gibt nur zwei oder drei gute Vereine. Jedes Jahr spielen sie auch Champions League, aber es hat nicht die Qualität der deutschen Bundesliga.

Du bist in Tschechien geboren. Wie war es, dort in einem kleinen Dorf aufzuwachsen?

Ja, das war sehr leicht. Wir hatten nur einen Ball, ein einziges Paar Schuhe und einen Eishockeyschläger. Es gab zwei Möglichkeiten: ein Fußballspieler oder ein Eishockeyspieler werden. Es war schön im Dorf, weil wir immer Fußball gespielt haben. Im Winter spielten wir in die Halle und tagsüber waren wir auf dem Eis.

Hast du davon geträumt, einmal Profifußballer zu werden?

Ich hatte einen kleinen Streit mit meiner Lehrerin, als ich einen Aufsatz über meine Lebensziele verfassen sollte. Ich schrieb, dass ich Profi-Fußballer werden möchte.
Die Lehrerin hat daraufhin meinen Eltern geschrieben, dass die mir erklären sollen, dass ich mir etwas anderes überlegen muss. Weil das niemals klappen würde.

Nachdem du in der tschechischen Liga gespielt hast, bist du nach Griechenland gezogen. Und bist dort längere Zeit geblieben. Warum ist das Land so wichtig für dich geworden?

Ich habe da geheiratet. Ich liebe das Land. Ich lebe da. Es ist mein Zuhause. Wenn ich sage, ich bin zu Hause, dann meine ich Griechenland, nicht Tschechien. Auch wenn meine Eltern noch in Tschechien sind, fühle ich mich in Griechenland mehr zu Hause.

Du wurdest auch da getauft. Kannst du uns davon erzählen?

Ja, wir haben einen Sohn. Wenn man seinem Kind einen Namen geben will in Griechenland, dann muss es getauft sein. Ich wurde als Kind nicht getauft. Die haben mir gesagt, dann können wir deinen Sohn nicht taufen. Du musst erst selbst getauft werden.

Bei deiner Taufe gab es auch ein Problem, oder?

Mit dem Taufbecken meinst du? Ja, ich musste stehen. Normalerweise tauchen sie die Kinder ins Wasser, - aber ich habe nicht reingepasst. Der Becken war zu klein. Und dann reiben sie deinen ganzen Körper auch noch mit Olivenöl ein.

Ach ja, .. Griechenland…Sonne …Meer… … das süße Leben…
Aber das hier ist die Wirklichkeit:
Winter in Deutschland.
In der Bundesliga warten schwere Aufgaben…

Der nächste Gegner ist Hoffenheim. Du lachst. Aber es wird schwierig.

Ja, die spielen momentan phantastischen Fußball. Die können 1-null zurückliegen, aber die schießen trotzdem 3-4 Tore. Die sind eine gefährliche Mannschaft. Jede hat Angst gegen die momentan zu spielen. Am Sonntag treffen wir aufeinander. Wir wissen, dass es schwierig wird, dass die momentan in guter Form sind. Aber wir müssen alles tun um zu Hause zu gewinnen. Wir dürfen die Punkte nicht verlieren. Nicht zu Hause.


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Video Sendung:  - Am Mann: Jaroslav Drobny http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/mp4/kod/kod20081106_ammann.mp4
Am Mann: Philipp Lahm
Donnerstag, 30. Oktober 2008, 16:21:00 
Philipp Lahms Stiftung in München, gegründet im letzten Jahr. Hier treffen wir auf den sozial-engagierten Fußballstar. Trotz seiner Fußverletzung nimmt er sich die Zeit, mit uns über Hilfsprojekte und Fußball zu reden.

DW-TV:
Wie geht’s, was macht der Fuß?

Philipp Lahm:
Danke gut. Ja, Verletzung, Gips, Krücken. Deswegen ist nicht alles so schön.

Jetzt sind wir hier in der Philipp Lahm Stiftung. Kannst Du uns kurz sagen, was das eigentlich ist?

Hier ist unser Büro von der Philipp Lahm Stiftung. Hier wird alles gemanagt. Die Philipp Lahm Stiftung unterstützt Jugendliche und Kinder in den Bereichen Sport natürlich, insbesondere Fußball natürlich, dann in Sachen Gesundheit, aber auch in Bildung und Ausbildung.

Ein Projekt von Euch ist das Projekt "Schuhe für Bokoji" – kannst Du kurz erklären was dahinter steckt?

Ja, Bokoji ist ein Ort in Äthiopien. Man weiß ja, dass da sehr gute Läufer herkommen, Marathonläufer, Langstreckenläufer, wie ein Haile Gebreselassie zum Beispiel. Und das war eine Idee von der Deutschen Welle, die eine Reportage über Bokoji, über die Läufer gemacht haben in Bokoji und da sind sie dann auf die Stiftung zugekommen und die Anfrage kam ob man vielleicht Laufschuhe und Sportkleidung da den Leuten zur Verfügung stellt, den Läufern zur Verfügung stellt und da hat die Philipp Lahm Stiftung gesagt, das unterstützen wir sehr gerne.

Ganz blöd gefragt: Warum beschäftigt sich ein deutscher Profi-Fußballer mit den Problemen in Afrika?

Ja, das ist einfach eine Herzensangelegenheit, ganz klar. Ich hatte in meiner Jugend, in meiner Kindheit sehr viel Glück im Leben. Ich hatte immer die Unterstützung, wurde immer gefördert und ich war im letzten Jahr in Südafrika und habe gesehen, wie es anderen Leuten geht, wie es anderen Kindern und Jugendlichen geht, die ohne Familie groß werden. Ich habe mit vielen Kindern dort Fußball gespielt und die haben großes Talent, aber sie werden halt nicht gefördert und da habe ich mir gesagt: Ich gründe eine eigene Stiftung und die Stiftung unterstützt auch die Leute in Afrika.

Der große FC Bayern. Vieles wurde verändert seit Klinsmann gekommen ist - manche sagen zuviel. Und nach anfänglichen Stotterstart ist der jetzt Meister wieder oben auf.

Philipp Lahm:
Es wurde einfach vieles neu gemacht beim FC Bayern. Nicht nur das Gebäude, sondern es kam ein neuer Trainer mit einem ganz neuen Team und mit einer neuen Philosophie und dass das Zeit braucht ist für mich ganz normal aber es wird sicher in dieser Saison noch die Früchte tragen und wir werden mit Sicherheit dieses Jahr noch Deutscher Meister.

Wie fühlt es sich als Spieler an unter Ottmar Hitzfeld zu trainieren und wie unter Jürgen Klinsmann?

Ja, in erster Linie sind Trainer immer verschieden und sie machen immer ein anderes Training, das ist ganz klar. Das Training von Jürgen Klinsmann ist natürlich ein bisschen moderner, ganz klar, mit den Fitnesstrainer dazu. Wir kannten das alles ja schon von der Nationalmannschaft auch. So arbeiten wir jetzt auch noch bei der Nationalmannschaft und beim FC Bayern. Deswegen, ich komme damit sehr gut klar und ich bin sehr zufrieden mit der Trainingsweise unseres Trainers.

Eine der Grundphilosophien von Jürgen Klinsmann ist jeden Spieler immer besser zu machen. Merkst Du davon schon was? Fühlst Du Dich schon besser?

Ja, ich finde ich habe eine sehr gute Saison bis jetzt gespielt beim FC Bayern und es ist nicht immer entscheidend was die ersten Wochen passiert, sondern oft ist entscheidend was dann in den nächsten Monaten, in den nächsten Jahren passiert. Das ist das Ziel von Jürgen Klinsmann: Die Mannschaft zu verbessern und dadurch natürlich auch jeden Einzelnen zu verbessern. Dass man international auch wieder Chancen hat um einen Titel mitzuspielen.

In der Champions League steht ihr im Moment ganz gut da. Wie sehen Eure Chancen aus?

Ja, im Moment sehr gut. Wir haben drei Spiele in der Champions League, haben sieben Punkte, sind Tabellenführer in unserer Gruppe und da ist ganz klar, es sieht sehr gut aus fürs Achtelfinale. Wie weit es dann reicht – das wird man sehen. Ich bin der Ansicht, dass eben eine Mannschaft die um den Titel mitspielen will immer mehrere Jahre braucht in der Champions League, ins Viertelfinale kommen muss, ins Halbfinale kommen muss, dass sie dann irgendwann mal die Chance hat im Finale um den Titel zu spielen und ich glaube das braucht eben noch ein paar Jahre dass wir ganz oben mitspielen können.

Die Nationalelf ist da schon weiter. Und die etablierten Spieler fürchten mittlerweile die eigene Konkurrenz. Der Generationswechsel ist im vollen Gange.

Im Moment scheint es so als ob jede Position in der Nationalmannschaft umstritten ist. Nur Du bist gesetzt. Wie siehst Du die Situation in der Nationalmannschaft?

Erstens ist immer gut wenn man einen Kader von 20, 22 Leuten hat, die immer spielen können. Also die man reinwerfen kann ins Spiel und die immer ihre Leistung bringen. Und so ist es im Moment bei uns in der Nationalmannschaft, jeder drängt sich auf, jeder gibt Gas und wir sind in einer Leistungsgesellschaft und da zählt eben nur die Leistung egal wie lange man schon dabei ist.

Du meinst nicht, dass es zu viele Neue sind. Weil es kommen ja wirklich ganz viele neue Spieler gerade zum Einsatz.

Ja, aber viele waren ja auch schon während der EM dabei. Haben halt da nicht so gespielt, aber die waren ja auch dabei. Die kennen die Philosophie in der Nationalmannschaft und die drängen sich halt jetzt eben auf. Ein Piotr Trochowski der jetzt den Sprung geschafft hat in die Nationalmannschaft. Der gute Leistungen bringt. Der im Verein seit dieser Saison richtig den Durchbruch geschafft hat, mit überzeugenden Leistungen glänzt einfach. Dass man den in der Nationalmannschaft dann spielen lässt – vollkommen zurecht!

Die nächste WM findet ja 2010 in Afrika statt, in Südafrika. Dort gibt es noch ziemlich viele Schwierigkeiten. Also Stromnetz ist irgendwie nicht perfekt, die Stadien sind noch nicht fertig, hohe Kriminalität. Ist der Kontinent Afrika eigentlich schon bereit für eine WM?

Also ich war letztes Jahr in Südafrika und ich bin der festen Überzeugung, dass da alles stimmen wird, dass wir ein schönes Fest da haben werden, eine schöne Weltmeisterschaft haben werden. Der Überzeugung bin ich weil alle Leute, die mir entgegen gekommen sind waren so fixiert auf das Thema WM 2010 in Südafrika, dass ich da überhaupt keine Zweifel daran habe.

Das heißt, Du musst keine Hilfsaktion für Fußball in Südafrika starten?

Was heißt Hilfsaktion!? Wir haben jetzt ein Projekt in Aussicht, wo wir einen Fußballplatz bauen werden in der Nähe von Johannesburg mit unserer Stiftung und deswegen helfen kann man immer, mit Sicherheit, auch in Sachen Fußball. Weil gefördert werden die Leute dort wenig im Gegensatz hier zu Europa, zu Deutschland. Und das ist auch ein Thema das die Stiftung natürlich betrifft.

Alles klar. Gut, Philipp, das waren meine Fragen.

Perfekt

Vielen Dank und Gute Besserung!

Hoffentlich sieht man Dich dann bald wieder auf dem Platz

Dankeschön. Ja, das werde ich dann irgendwann dann hinkriegen wieder.

Dann geht’s jetzt zur Behandlung?

Jetzt geht’s zur Behandlung.

Philipp Lahm-Stiftung
Kontonummer 11501
BLZ 37030200
Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie.


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Video Sendung:  - Am Mann: Philipp Lahm http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/mp4/kod/2008_10_30_19_30_ammann.mp4
Am Mann: Edmund Becker
Freitag, 24. Oktober 2008, 14:28:00 
Die Frohnatur Edmund Becker - der Karlsruher Trainer – den alle nur Ede nenne, er ist was ganz besonderes. Der 52-jährige hat mehr als sein halbes Leben beim KSC verbracht. Soviel Treue findet man selten.

DW-TV:
Sie sind seit 31 Jahren beim KSC, erst als Spieler, dann als Trainer, ich frag jetzt mal ein bisschen flapsig gab es nie ein anderes Angebot, oder hat es ihnen hier so gut gefallen?

Edmund Becker:
Ich hab mich als Spieler am Anfang sehr schwer getan, ich kam von einem kleinen Verein und mir hat da eben auch das Selbstvertrauen zu dem Zeitpunkt auch gefehlt. Und dann kam irgendwann der große Max Merkel nach Karlsruhe und ich weiß nicht warum, hat er zu mir gesagt, oder nicht zu mir sondern es war sogar eine ganz große Überschrift im Kicker, so wie den Ede Becker könnte ich noch zehn gebrauchen. Und so war dieses Vertrauen in mich, ich weiß nicht woran das jetzt lag auf jeden Fall war das so ein richtiger Schub für mich.

Ich hab mich dann schon etwas weiter entwickelt auch was so das Auftreten betraf, so das kämpferische, so diese Power war schon was wo mich ausgezeichnet hat. Nur kam dann eine schwere Verletzung dazwischen und dann war mehr oder weniger die Fußball-Karriere al ssie richtig begonnen hatte, sehr schnell beendet. Und dann muss ich auch sagen habe ich schon als Spieler schon über den Tellerrand hinausgeschaut und hab bei meinem letzten Vertrag al sSpieler einen Passus mit einbauen lassen, dass ich im Trainerstab des KSC, auch Datum und so weiter war fixiert, dann übernommen werde.

Und Winnie Schäfer hat dann das OK gegeben: Ehemaliger Spieler, soll ganz OK sein, soll ganz in Ordnung sein. Und so begann dann meine Trainerkarriere auf der größeren Bühne, und das war muss ich sagen auch eine ganz tolle Zeit, mit Häßler, mit Wolfgang Rolff, mit Manni Bender und Thorsten Fink und Tarnat, und Kahn und Sternkopf und Scholl.

Große Namen, Große Spiele: 7:0 gegen Valencia im UEFA-Cup. 1994 kam man bis ins Halbfinale, unter Winnie Schäfer und seinem Co-Trainer Ede Becker.

Als ihnen der Chefposten angetragen wurde vom KSC, in der Winterpause 2004/2005, da sollen sie ja regelrecht dazu überredet worden sein, hatten sie keine Lus auf den Job, oder was war da los?

Ich hab an für sich schon immer Lust auf den Trainerjob gehabt, und hab ja auch hier mit der Amateurmannschaft sehr lange Zeit gearbeitet. Aber ich hab auch bei Winnie Schäfer und bei Lorenz-Günter Köstner gesehen, wie extrem dieser Job von der nervlichen Belastung sein kann, wenn die Ergebnisse nicht mehr stimmen. Was ich jetzt auch selber am eigenen Leib mitbekomme – ja, dass man eben 18, 20 Stunden, oder die ganze Woche eben permanent fixiert ist auf dieses Thema. Wobei ich da auch sagen muss, dass es da ganz wesentlich härtere Jobs gibt, wie den des Fußballtrainers. und wir werden ja auch ganz ordentlich bezahlt, und deshalb sollten wir uns auch nicht drüber beklagen.

Die zweite Geschichte, das ich die Öffentlichkeit oder die Karriere ja nicht unbedingt angestrebt habe, weil ich auch eine gewisse Zufriedenheit habe in anderen Bereichen meines Lebens und nicht das Fernsehen brauch, und die Öffentlichkeit brauch, mich permanent sehen muss, auf Bildern oder in bewegten Bildern, dass ich sagen kann, Mensch Ede Becker, was für ein toller Hecht bist denn du, sondern, dass es für mich auch andere Dinge in meinem Leben gibt, die für mich sehr, sehr wichtig sind.

"Ich hab ihn als Spieler erlebt und ich finde es wunderbar, dass man Ede Becker dazu gebracht hat, dass er hier Trainer beim KSC ist."

"Man merkt schon, dass er aus der KSC-Familie stammt, von Anfang an. Und ich denk mal einen besseren Trainer können wir zur Zeit nicht haben."

"Ede Becker ist ein sehr guter Fachmann"

DW-TV:
Wie wird man eigentlich Badener des Jahres, das haben sie 2007 geschafft?

Edmund Becker:
Ich kann’s nicht genau sagen, aber diese Bodenständigkeit, wobei klingt schon ein bisschen bieder oder?

Das ist ein Attribut

Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und so, diese Dinge. Auch schon sagen wir mal Freundschaften aufzubauen, nicht oberflächlich, sondern das alles nicht zu sehr in die Breite, sondern wenn, dann aber intensiv. Also sowas griffiges, wo man sich drauf verlassen kann, damit kann ich mich identifizieren.

2007 steigt der KSC wieder in Bundesliga auf, nach neun Jahren! Dafür haben sie Ede Becker zum "Badener des Jahres"gewählt. Der KSC mischt die Liga genauso auf wie jetzt Hoffenheim und das mit dem kleinsten Etat der Liga!

Da muss schon sehr viel passen, wie letztes Jahr, da haben wir es gezeigt, dass es doch gehen kann, da mal sechster, fünfter, siebter, so in diese Bereiche vorzustoßen. Dann sin dwir in der Lage in der Bundesliga mitzuhalten, und statt vielleicht da noch die eine oder andere ergänzung dazuzuholen, noch stabiler zu werden, um diesen KSC sicher in der Bundesliga zu halten, verlieren wirdann natürlich elementar wichtige Spieler für uns, da kommt kurzfristig dann schon Frust auf, muss man schon sagen.

Das Stadion ist aus den 50er Jahren, das älteste der Liga. Der KSC ist finanziell klamm, hat knapp 5 Millionen Euro Schulden. Jahr für Jahr muss er seine besten Spieler ziehen lassen. Seit Becker Chef-Trainer ist, gingen EM-Teilnehmer Saenko, Kapitän Danny Schwarz, Zweitliga-Torschützenkönig Federico und zuletzt mit Eggimann und Hajnal gleich zwei Nationalspieler.

Wo nimmt man da die Motivation her? Ist dass da große Kämpferherz von Ede Becker? Oder wie steht man das durch?

Es ist schon eine Herausforderung eben unter diesen Bedingungen in der ersten Liga zu bestehen, gegen über Vereinen, die doch ganz andere Möglichkeiten haben. Dazu kommt eben, das ich hier ein Arbeiten habe wo ich kreativ sein kann, wo ich entscheiden kann, wo ich Einfluß nehmen kann mit der nötigen Rückendeckung auch des Vereins. Wenn man jetzt die Trainer in der ersten Bundesliga, die Aufstellung sieht und dass ich da jetzt mittlerweile Dritter bin, das ist ja phänomenal, dass der Thomas Schaaf und Friedhelm Funkel da die einzigsten zwei Trainer die länger im Amt sind bei einer Profimannschaft, das ist der Wahnsinn und es wär natürlich toll wenn man das ausdehnen könnte.

Ich drücke die Daumen, dass es so kommt

Danke!


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